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Welcher Unternehmertyp sind Sie, wenn es ums Finanzieren geht?

Wenn Sie als Unternehmer größere Investition tätigen müssen, dafür aber keine eigenen Mittel zur Verfügung haben, gibt es mehrere Optionen.

Ein Reflex ist, denselben Weg zu beschreiten, den Sie immer gegangen sind. Dieser muss aber nicht der Beste sein, auch wenn er es bisher war. Wie im privaten Leben gibt es unter Unternehmern die vorsichtigeren und die risikobereiteren Typen. Hinzu kommt die generelle Einstellung, ob Sie offen für neue Ansätze sind. Hier zeigt sich, dass die Entscheidung für eine Finanzierung zum Beispiel neuer Anlagen nicht nur rational, sondern auch psychologisch-typbedingt fallen. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber es ist wichtig, sich dies klarzumachen, um Fehler zu vermeiden. Welcher Typ sind Sie?

Der Hausbank-Typ

Wenn Sie einen vorsichtigen Charakter haben und Ihr Leben lang die Finanzierung durch eine Hausbank geregelt haben, werden Sie gern wieder diesen Weg einschlagen. Die Bank wird dafür Sicherheiten verlangen und Zinsen berechnen. Die Frage aber bleibt, wie sehr die monatlichen Ratenzahlungen für den Kredit die Liquidität des Unternehmens belasten. Bietet der Vertrag auch flexible Optionen - zum Beispiel das Aussetzen von Raten? Liquiditätsengpässe sollten vermieden werden, da das Verhältnis zur Hausbank sonst schnell leiden könnte.

Der Family & Friends-Typ

Um sich nicht mit einer Bank auseinandersetzen zu müssen, bevorzugt ein anderer Unternehmertyp, der zum einen vorsichtig, zum anderen gegenüber Banken skeptisch ist, sich die Finanzierung auf privatem Wege zu sichern. Wenn Sie diesen Weg einschlagen, sollten Sie nur Geschäfte mit einer Person machen, zu der Sie 100 % Vertrauen haben. Denn wenn sich Geschäftliches mit Privatem vermischt und die Dinge sich zum Negativen entwickeln, steht am Ende sowohl die Beziehung als auch die Existenz des Unternehmens auf dem Spiel.

Der Asset Finance-Typ

Wenn Sie ein Asset-Finance-Typ sind, sind Sie aufgeschlossen. Sie schauen sich nach neuen Lösungsansätzen um. In Deutschland noch recht unbekannt ist das Modell des Sale-and-Mietkauf-Back. Bei diesem Modell können Unternehmen durch den Verkauf eigener Investitionsgüter Mittel freisetzen und dadurch einen erhöhten Cashflow erzielen. Das Modell zum Beispiel des Anbieters Close Brothers Asset Finance sieht vor, dass dieser juristischer Eigentümer einer Maschine oder Anlage wird. Der Kunde bleibt wirtschaftlicher Eigentümer des Assets, so dass er es in seiner Bilanz weiter abschreiben kann. Die Rückzahlungsbeträge richten sich nach den Einnahmen, die mit dem betreffenden Asset laufend erzielt werden. Ein sehr flexibler Ansatz, der auf die branchen- und situationsbedingten Anforderungen des Kunden zugeschnitten ist.

Der Investoren-Typ

Familienunternehmer neigen dazu, den Kreis der Inhaber und Geschäftsführer im inneren Kreis zu suchen. Es kann aber sinnvoll sein, mehr Mut zu beweisen und einen Investor von außen zu holen und diesem auch Anteile am Unternehmen anzubieten. Die Integration eines Investors trägt nicht selten dazu bei, dem Unternehmen einen „Push“ zu verleihen, denn Investoren wollen ihr Geld arbeiten sehen und schauen mit dem Blick von außen meist kritischer auf Schwachpunkte des Unternehmens und wollen diese ausmerzen.

Der Stammkapital-Typ

Wenn Sie dieser Typ sind, haben Sie gern das große Ganze im Blick. Denn von Zeit zu Zeit kann es sinnvoll sein, Ihr Unternehmen mit frischem Stammkapital zu versorgen. Dies macht besonders dann Sinn, wenn Ihr Unternehmen über die Jahre kontinuierlich gewachsen ist. Das sollte sich auch im Stammkapital widerspiegeln. So ist auch in schwierigen Zeiten genügend Kapital vorhanden.

Die fünf Beispiele von Unternehmenstypen zeigen, dass sich rationale Entscheidung immer auch mit psychologischen Komponenten vermischen. Je mehr Sie sich darüber bewusst werden, welchem Typ Sie entsprechen – auch Mischformen sind möglich -, desto besser werden Sie Ihre unternehmerischen Entscheidungen beim Finanzieren begründen und zum Wohle Ihrer Firma umsetzen können.