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Meet the experts: Susanne Franta

Susanne Franta (48), Finanzierungsspezialistin für die Druck- und die Maschinenbaubranche, verstärkt seit dem 1. Oktober 2019 das Vertriebsteam der Close Brothers Asset Finance GmbH (CBAF Germany).

Erzählen Sie uns von Ihrem beruflichen Werdegang ...

Mein Einstieg in die Berufswelt begann mit einer Ausbildung zur Bankkauffrau bei einer Volksbank in Schleswig-Holstein. Nachdem ich anschließend in den Privatkundenbereich einer Hamburger Privatbank gewechselt war, fasste ich dann vor rund 20 Jahren in der Investitionsgüterfinanzierung Fuß. Meine erste Station war die MMV Leasing, bei der ich im Geschäftskundenbereich und im Außendienst im Bereich Absatzfinanzierung arbeitete. Es folgten Tätigkeiten bei weiteren Leasing-Gesellschaften. Vor rund 10 Jahren wechselte ich zur IKB Leasing, wo ich unter anderem die Kooperation mit einem großen deutschen Druckmaschinenhersteller aufbaute und am Aufbau des Bereichs Agriculture beteiligt war. Seit Oktober 2019 bin ich schließlich für Close Brothers Asset Finance unterwegs.

In meinen rund zwei Jahrzehnten in der Investitionsgüterfinanzierung lag mein Schwerpunkt im Bereich der Metall- und Holzverarbeitung sowie im Maschinenbau und in der Druckbranche.

Was ist Ihre derzeitige Aufgabe und was ist Ihnen dabei wichtig?

Bei Close Brothers Asset Finance bin ich Senior Sales Manager für Norddeutschland und damit für Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen und Bremen verantwortlich. Norddeutschen Unternehmen – insbesondere aus meinen Schwerpunktbranchen Maschinenbau und Druck – stehe ich als Ansprechpartnerin für unsere bewährten investitionsgüterbasierten Finanzierungslösungen zur Verfügung. Neben Endkunden lade ich darüber hinaus auch Händler ein, sich einmal über unsere Angebote zu informieren.

Es macht mir großen Spaß, Kontakte aufzubauen und zu pflegen und persönlich für meine Kunden da zu sein, auch wenn dies in den letzten Monate etwas schwerer geworden ist. Sich aufeinander verlassen zu können ist die Basis meiner Kundenbeziehungen.

Wie hilft Ihnen Ihre Branchenerfahrung in Ihrer Rolle?

Ich habe schnell gelernt, dass das Wichtigste ist, dass am Ende eine Lösung steht, mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Das hört sich selbstverständlich an, der Weg dorthin aber ist in jedem Einzelfall anders. Um welche Objekte geht es, die zu finanzieren sind? Wie gut sind sie verwertbar? Wie ist ihr Wertverlauf, was der erwartete Restwert? Meine große Erfahrung hilft mir, realistische Beurteilungen zu erzielen.

Jede Branche hat zudem ihre eigenen Besonderheiten. In den Branchen in Norddeutschland, in denen ich meinem Beruf nachgehe – Bau und verarbeitendes Gewerbe mit Fokus auf Metall- und Holzverarbeitung sowie Druckmaschinen – bin ich sehr gut vernetzt und kann aktuelle Entwicklungen beurteilen. So entstehen mit dem Kunden Gespräche auf Augenhöhe. Sie sehen mich nicht wie eine Bankerin, die aus einer anderen Welt kommt, sondern sie erkennen an, dass ich in ihrer Branche zuhause bin und ihre Sprache spreche.

Welche Arten der Anlagenfinanzierung bieten Sie an?

Im Kern bieten wir zwei maßgeschneiderte, individuell auf den einzelnen Kunden hin angepasste Modelle an – hersteller-, händler- und hausbankunabhängige Mietkauflösungen sowie ein Modell, dass wir Sale-and-Mietkauf-Back nennen. Mit der Sale-and-Mietkauf-Back-Lösung sind wir seit Jahrzehnten in Großbritannien sehr erfolgreich, jetzt bieten wir sie auch deutschen Unternehmen an.

Der an "Sale-and-Lease-Back" und "Mietkauf" angelehnte Name der Lösung, die hierzulande noch kaum verbreitet ist, vermittelt hoffentlich eine Ahnung davon, was das Modell beinhaltet. Um es einmal konkret zu machen: Stellen Sie sich zum Beispiel eine Druckmaschine im Besitz einer mittelständischen Druckerei vor. Bei unserem Modell werden wir juristischer Eigentümer dieser Maschine, die Druckerei erhält von uns entsprechende liquide Mittel. Zugleich bleibt das Unternehmen wirtschaftlicher Eigentümer des Objekts und kann es auf diese Weise in seiner Bilanz weiter abschreiben.

Ein besonders attraktives Element unseres Angebots ist, dass wir die Rückzahlungsbeiträge an die Einnahmen anpassen, die durch das Asset erzielt werden. So entsteht eine Variabilität, die sowohl saisonale als auch konjunkturelle Schwankungen gut abfedern kann.

Flexibilität bedeutet für uns zudem, dass wir auch dann unser Sale-and-Mietkauf-Back-Modell anbieten, wenn die entsprechenden Maschinen und Anlagen von einem anderen Anbieter finanziert werden. In diesen Fällen übernehmen wir für die Restwerte eine mittelfristige Finanzierung.

Für welche Unternehmen bzw. Situationen ist Ihr Angebot besonders geeignet?

Unser Modell funktioniert eigentlich immer dann, wenn Unternehmen über ein Anlagevermögen verfügen, in dem genügend stille Reserven schlummern, und wenn es diesen Unternehmen darum geht, Cashflow oder Liquidität zu verbessern, damit sie mit dem gewonnenen finanziellen Spielraum zum Beispiel Anzahlungen für Neuanschaffungen tätigen oder umschulden können. Selbst Management-Buy-ins oder -Buy-outs sind auf diese Weise finanzierbar.

Welche Arten von Industriegütern kommen für Ihr Sale-and-Mietkauf-Back-Modell in Frage? Welche finanzieren Sie?

Da gibt es keine Einschränkungen, im Prinzip kommen alle Arten von Maschinen und Anlagen für unsere Finanzierungsmodelle in Frage. Das Entscheidende ist, dass die Assets noch über einen Wert verfügen. Wer von mir hierzu beraten werde möchte, kann gern Kontakt aufnehmen. Neukunden, die bisher nur mit klassischen Bankberatern zu tun hatten, sind meist sehr positiv überrascht über die Möglichkeiten, die unser Modell bietet.