Skip to main content

Meet the Expert: Thomas Hammermeister

Thomas Hammermeister, Experte für objektbezogene Finanzierungslösungen für KMU, ist unser Ansprechpartner in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Herr Hammermeister, warum sind sie zu Close Brothers Factoring gewechselt?

Nach meinem Studium war ich insgesamt über 30 Jahre für große Leasingunternehmen, IKB Leasing und AAB Leasing. Close Brothers Asset Finance hat mich dann gereizt, weil ich einfach mal etwas Neues machen wollte und ich hier mithelfen kann, einen Markt aufzubauen. Dass ich dabei meine bestehende Kontakte und Kenntnisse in Bereichen wie Maschinenbau, Werkzeugmaschinen, Metall, Automotive sowie Bau einbringen konnte und sollte, hat für mich perfekt gepasst.

Aber nicht nur die Aufgabe fand ich spannend, sondern auch das Unternehmen und das Arbeitsumfeld. Denn obwohl der Mutterkonzern die größte unabhängige Handelsbank in Großbritannien ist, ist das Team in Deutschland überschaubar. Und das bedeutet in der Regel flache Hierarchien, sehr selbstständiges Arbeiten und hohe Eigenverantwortung. Heute zeigt sich, dass die Entscheidung richtig war. Der Geschäftsführer ist nahbar und wir haben trotz unserer Selbstständigkeit gute persönliche Kontakt und viel Spaß im Team.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Herausforderungen in den nächsten Jahren?

Die Herausforderungen in den nächsten Jahren sind kaum absehbar. Ich rechne jedoch damit, dass uns die gestiegenen Energiepreise auch künftig begleiten werden. Darüber hinaus werden viele Unternehmen aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate ihre Lieferketten komplett neu aufstellen.

Sie werden ein viel größeres Spektrum an Lieferanten suchen und sich vermutlich auch wieder stärker in EU-Ländern umschauen. Das ist in Bezug auf Beschaffung und Logistik deutlich sicherer. Und es schützt vor Problemen, die sich etwa aus den wirtschaftlichen Spannungen zwischen China und den USA ergeben oder auch aus dem neuen Lieferkettengesetz in Deutschland.

Sehen sie diese Herausforderungen eher als Risiko oder als Chance?

Als Optimist sehe ich die Entwicklungen insgesamt eher als Chance. Die steigenden Energiepreise und der politische und gesellschaftliche Druck zu mehr Nachhaltigkeit werden zu zahlreichen Innovationen führen und einen technologischen Wandel weiter forcieren, der vielen Unternehmen neue Perspektiven eröffnet. Dies, und die zunehmend regionale Orientierung bei Lieferanten, wird gerade auch kleinen und mittelständischen Unternehmen in die Karten spielen.

Erste Leuchtturmprojekte wie die Tesla-Fabrik bei Berlin, das Intel-Werk in Magdeburg und die Northvolt-Batteriefabrik in Heide in Schleswig-Holstein sind Zeugen für den Umbruch und die Möglichkeiten, die sich daraus gerade auch in einem Hochtechnologieland wie Deutschland ergeben.

Welche Aufgaben stehen bei Ihnen zurzeit ganz oben auf der Liste?

Ich werde alles daransetzen, eine maximale Zahl an persönlichen Gesprächen zu vereinbaren. Denn angesichts der aktuellen Lage sehe ich gerade besonders viel Gesprächsbedarf mit Unternehmensverantwortlichen über deren Sorgen und Nöte – und über die Lösungen, die wir ihrem Betrieb anbieten können, um mit den Entwicklungen besser klarzukommen oder sie sogar zu nutzen. Meine Gegenüber müssen verstehen, dass die Umwandlung vorhandener eigener Ressourcen in Liquidität ihren Handlungsspielraum entscheidend vergrößern kann. Und sie müssen verstehen, dass wir keine standardisierten Angebote bereithalten, sondern individuelle Lösungen entwickeln.

Der direkte Austausch vor Ort, das persönliche Gespräch, ist die beste Möglichkeit, das zu vermitteln und ein gutes gegenseitiges Verständnis – und natürlich auch Vertrauen – aufzubauen. Dieses intensive Verständnis für die Menschen und die Lage ihrer Betriebe ist anschließend auch die Basis, auf der ich eine maßgeschneiderte Lösung herausarbeiten kann, die die Anforderungen aller Seiten bestmöglich erfüllt.

Welche Herausforderungen sehen sie mittelfristig für sich selbst?

Close Brothers Asset Finance ist in Deutschland noch nicht so bekannt. Insofern ist meine persönliche Herausforderung, unsere Marke und den Mehrwert, den nicht nur unsere Produkte, sondern auch wir als Unternehmen den Kunden bieten, in meinem Vertriebsgebiet bekannt zu machen.

Mit unseren flexiblen Mietkauf- sowie Sale-and-Mietkauf-back-Lösungen und unserer großen, finanzstarken Muttergesellschaft im Rücken sind wir für viele Investitionsvorhaben ein idealer Partner. Die Unternehmen ihre bestehenden Maschinen und Anlagen nutzen, um liquide Mittel freizusetzen, die dann etwa für größere Lagerkapazitäten oder energiesparende Technologien zur Verfügung stehen. Die Raten an uns können in der Höhe flexibel gestaltet sein und sich etwa an den Umsätzen orientieren, die mit Anlagegütern erwirtschaftet werden.

Bei allen Gesprächen profitiere ich sehr von meiner Erfahrung und meiner unternehmerischen "Denke", von meinem breitem Interesse an Technik und Wirtschaft. Ich denke, die Menschen spüren, dass ich sie wirklich verstehe, dass ich auf ihrer Seite stehe und ihnen wirklich helfen möchte.

Was macht Ihnen im Beruf und im Umgang mit Kunden am meisten Freude?

Ich fand es schon immer interessant, neue Menschen und immer wieder andere Situationen und Perspektiven kennenzulernen. Wichtig ist mir dabei vor allem, meinem Gegenüber mit Respekt zu begegnen – und als ehrlicher Partner. Denn für mich zählt nicht nur der eigene Geschäftserfolg, sondern auch, wie zufrieden meine Kunden am Ende sind und ob ich zum Beispiel dazu beitragen konnte, Arbeitsplätze zu erhalten oder sogar zu schaffen.

Die größte Freude ist es für mich daher, wenn es mir gelingt, dass alle Beteiligten nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig von dem Geschäft profitieren, dass ich wirklich als Partner wahrgenommen werde und dass ein dauerhafter Kontakt nicht nur auf geschäftlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene entsteht.

Welche Ratschläge für das Arbeitsleben würden Sie sich selbst auf den Weg geben, wenn Sie noch einmal 30 Jahre jünger wären und neu einsteigen würden?

Viel anders als bisher würde ich es nicht machen. In Ratschlagform bedeutet das: Bemühe Dich laufend darum, mit Menschen jeden Alters, Geschlechts und Ausbildung ins Gespräch zu kommen, höre ihnen gut zu, zeige Interesse und sieh jedes Gespräch als Bereicherung. Sei außerdem neugierig, bleibe offen für Ideen gerade auch jüngerer Menschen und spare nicht mit Lob. Bei der Akquise suche immer das Vor-Ort-Gespräch, um Kundinnen und Kunden bestmöglich kennenzulernen. Lass Dir dabei zeigen, was sie geschäftlich erreicht haben und worauf sie stolz sind –ihren Betrieb – und gib ihnen die Anerkennung, die sie verdienen.