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Ausblick auf das Jahr 2022: Jahreswechsel-Interview mit Joachim Otto

Joachim Otto ist Geschäftsführer der Close Brothers Asset Finance GmbH in Mainz.

Was erwarten Sie mit Blick auf den Markt für 2022?

Viele der Herausforderungen aus dem letzten Jahr werden auch in diesem Jahr noch bestehen bleiben, dazu zählen die Lieferkettenthematik und Covid-19. Was die Pandemie angeht, erwarte ich eine Normalisierung frühestens im späten Frühjahr. Vor allem aber werden in den meisten Branchen die Themen Energiekosten und Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung gewinnen, speziell in der Automobilbranche auch das Thema Transformation vom Verbrenner- zum Elektromotor.

Für etliche Unternehmen sind damit gewaltige Umstellungen und somit auch Investitionen in neue Technologien unvermeidlich. Von der Beschaffung besonders energiesparender Maschinen und Anlagen über die Entwicklung neuer Geschäftsbereiche, die anderes Equipment erfordern, bis hin zur kompletten Neuaufstellung mit gänzlich anderen Investitionsgütern ist viel Bewegung am Markt zu erwarten.

Was bedeutet das für Sie?

Für uns wird es 2022 besonders spannend. Denn zum einen erwarten wir spätestens nach Auslaufen der staatlichen Hilfen eine stark steigende Nachfrage, weil wir mit unserem bankenunabhängigen, rein Asset-basierten Geschäftsmodell perfekte Partner für die Transformation sind. Zum anderen weichen einige Technologien, in die investiert werden muss, so grundlegend von früheren Technologien ab, dass wir neue Modelle für ihre Bewertung entwickeln müssen.

Wie lange sind die Anlagen verwertbar? Wie kundenspezifisch sind sie und wie wirkt sich das auf den Sekundärmarkt aus? Wie schnell verlieren die Maschinen an Wert? Wird mit der Investition Energie eingespart oder die Umwelt entlastet? Das sind Fragen, mit denen wir uns künftig beschäftigen müssen. Dazu wird es auch nötig sein, die Bewertung bestehender Assets zu hinterfragen, denn viele werden nun schneller veraltet oder sogar obsolet werden als gewohnt.

Schließlich müssen wir auch einen neuen Blick auf potenzielle Kunden werfen. Wie stark ist in ihrer Branche der Transformationsdruck? Wie schätzen wir ihre Perspektiven unter den veränderten Bedingungen ein? Es ist klar, dass das zu tiefergehenden Gesprächen mit den Interessenten führen wird als in der Vergangenheit.

Welche Aktivitäten stehen bei Close Brothers Asset Finance 2022 im Fokus? Welche Ziele haben Sie sich für das Unternehmen gesteckt?

Aufgrund der aktuellen Omikron-Welle steht bei uns in den nächsten Wochen oder auch Monaten vor allem wieder ein verstärkte Ansprache potenzieller Kunden an. Wenn der Infektionsdruck dann hoffentlich bald wieder abgeflaut ist, werden wir wie im Vorjahr massiv Außentermine wahrnehmen. Ebenfalls werden wir den Kontakt zu bestehenden Interessente und Vertriebspartnern vertiefen, denn für viele war unser Angebot in den letzten Monaten noch nicht relevant, obwohl generelles Interesse bestand. Natürlich werden wir außerdem die Zusammenarbeit mit Close Brothers Factoring fortführen und uns auch weiterhin neue Wege überlegen, wie wir unsere Zielgruppen erreichen können.

Mein persönliches Ziel ist es, nicht nur meine vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten, sondern auch neues Personal zu gewinnen. Weiterhin möchte ich erreichen, dass unsere Marke und unsere Finanzierungslösungen noch bekannter werden, dass sich langsam das Wissen durchsetzt, dass hinter uns die größte private Handelsbank Großbritanniens mit bald 150-jähriger Tradition steht und unser Geschäftsmodell dort schon seit Jahrzehnten sehr erfolgreich genutzt wird.

Ich freue mich zudem, wenn es uns gelingt, noch mehr Unternehmen als bisher dabei zu unterstützen, sich fit zu machen für die Zukunft und für sich neue Perspektiven zu eröffnen. Es wäre unser kleiner Beitrag dazu, dass Deutschland den Weg zur technologischen Transformation erfolgreich einschlagen kann.